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Monday, November 29, 2021

Dream Log: Keanu Reeves/Siddhartha/High-Powered Lawyer

I dreamed I was Siddhartha, the prince in India who was going to renounce his wealth and become the Buddha; and also Keanu Revves;

 

and also a high-priced lawyer in Manhattan. I moved back and forth from the prince's ancestral palace in ancient India to present-day Manhattan, but after a while I stayed in Manhattan. The ancient prince was about to leave his family's palace to wander and seek enlightenment, and the attorney was about to leave his wealth and position behind to do the same. Ray Liotta was also in both realities: in ancient India he was one of the prince's most loyal servants, and in present-day Manhattan he was the attorney's loyal assistant.

The differences between the two times and places seemed unimportant. In both, Ray was very upset that Keanu was about to leave. "Let me come with you," he asked, not for the first time.

"We've been through this," I/Keanu/Siddhartha answered. "I need to go alone."

"I'm going to miss you."

"I'm going to miss you, too," I said. "But, to some extent, we can choose whether missing someone is painful. We can choose to be happy thinking about what was good in that other person." (I have no idea whether any part of this post resembles Buddhism in the slightest. I have no wish to offend Buddhists with this post.)

I also reminded him that Maura Tierney, another attorney in the firm, was staying. Ray liked her a lot.

Philip Seymour Hoffman was/was playing a defendant represented by the firm, a whistleblower who had exposed very bad things done routinely by a very big company, charged with criminal theft of documents belonging to that company. It was late afternoon, the jury was about to return. The other attorneys were already in the courtroom. Almost the entire firm was in the courthouse except for me. I was going to set out on my quest for enlightenment after the verdict. I rushed over to the courthouse, and then realized that I had neglected to put on a shirt.

Maura Tierney had a car and drove me back to the firm. By the time I was properly dressed, multiple texts had infomed us that Philip Seymour Hoffman had been declared innocent, so instead of rushing back to the courthouse, Maura and I waited for everyone else to join us at the firm for a party. Caterers began to arrive and set up shop. It was getting dark. It was one of those old Manhattan offices with a lot of exposed hardwood.

I said to Maura, "You know, Ray's crazy about you." By the way that she blushed and looked away, smiling, it seemed that the feelings were mutual. Which in turn made it seem that right now, with a party in celebration of having won a good fight about to get underway, would be an excellent time for me to go. I slipped out via the stairs and the alley. It was cold, my breath billowed out in big clouds. On the sidewalk and out in the street people were in a big hurry, typical for Manhattan. I, on the other hand, didn't know where I was going, so it made sense for me to just stand there, except to jump up and down when I needed some warmth. After a while I decided to turn left. Left was east. I started walking east on 42nd Street.

Saturday, April 2, 2016

Fiktion Wichtig Nehmen Ist Albern, Aber Das Tue Ich Noch

SPOLIER ALERT! LIES ZUERST HESSES SIDDHARTHA, ODER KOENNTE FOLGENDES EINIGES FUER DICH SPOILEN!

Ich erinnere mich nicht mehr, zu welcher Zeit ich anfing, Literatur sehr wichtig zu nehmen. Ich weiss nicht mehr, wann ich begann, selbst Fiktion zu schreiben. Mit 8 Jahren schrieb ich das Drehbuch zu einem kurzen Filme, vielleicht was das mein erster Versuch als Author, vielleicht nicht.

Ich erinnere mich sehr genau, wie mir so um 1987 oder '88, als ich 25 oder 27 Jahre alt war, ganz ploetzlich, in einem Klassenzimmer in der University of Tennessee, Knoxville, wo wir Aenglistik sehr wichtig und gewichtig nahm, von einem Augenblick zum naechsten, das ganze mir komplett albern vorkam: zwei Jahrhunderte frueher hatte ein englischer Dichter ein Gedicht geschrieben, und nun nahmen wir das Gedicht sehr ernst.

Ich gar nicht zuletzt. Es war ein honors course, ein Seminar fuer Fortgeschrittene unter Tennessees Studenten, fuer Studenten, die Gedichte besonders ernst nahmen, und ich hatte sie vielleicht gar ungewoehnlich ernst genommen auch verglichen mit diesen anderen honors students. Es kann sein, ich erinnere mich nicht genau, dass es mir alles ueploetzlich doof vorkam, als ich selbst mitten in einem von den praetentioesen Spontan-Reden war, mit denen ich in solchen Seminaren gar nicht scheu war.

Oder vielleicht sprach zu diesm Augenblck die Professorin, oder ein/e von den anderen honors-Student/innen.

Das Bewusstsein von der peinlichen Eitelkeit und Leerheit des ganzen hat mir seit nun fast 30 Jahren nicht losgelassen. Trotzdem, bliebe ich in diesem Seminar, machte meinen Bachelor of Arts zu Ende, machte einen Anlauf auf graduate school. Ich habe tratzdem noch wir vor Fiktion geschrieben. Ich habe gar zwei Romane zu ende geschrieben, unter wohl mehr als einer Dutzenden, welche ich angefangen habe.

Aber seit diesem einen Augenblick der Eleuchtung und Entzauberung ist der Anteil der Fiktion scharf gesunken unter dem, was ich geschrieben habe, und die der non fiction gestiegen.

Diesen Tag sprach ich privat mit dieser Professorin darueber. Sie schien mich nicht zu verstehen. Ich habe bisher keinen Aenglisten oder Germanisten oder Dichter gefunden, der aehnlicher Meining zu sein scheint.

Ich las also Hermanns Hesses Siddhartha, in der Hoffnung, es wuerde mir helfen, endlich den sehr hoch geschaetzten Romancier auch schaetzen zu koennen, und zuerst ging alles gut. Aber als mir klar wurde, dass die Titelfigur Siddhartha nicht Siddhartha Gautama, aka der Buddha, war, sondern ein Zeitgenosse mit gleichem Vornamen und einigen Aehnlichkeit der beiden Biographien, und dass dieser Roman keine Biographie des Buddhas ist, fing mir an, sauer zu werden.

Leider mag ich Hermann Hessens Screiben immer noch nicht. Vielleicht sollte ich es doch aufgeben, herausfinden zu wollen, was es dann so besonderes on Das Glasperlenspiel ist.

Vielleicht is Hesse einfach nicht fuer mich.

Warum? Vielleicht weil ich nicht noch den Dingern suche, nachdem er und die beiden Siddharthas suchten. Ich suche nicht nach Erleuchtung, sei es, weil ich schon erleuchtet bin oder sei es weil ich gar nicht einmal verstehe was Leute meine wenn sie "Erleuchtung" sagen, oder warum auch immer: ich suche nach anderen Dingern. ("Moechtest Du Erleuchtung bekommen?" "Nein, danke sehr, Magister. Um ganz ehrlich zu sein, wuerde ich sehr viel lieber ganz grosse Mengen von Geld bekommen, als Erleuchtung.")

Vielleicht finde ich den Zugang zu Hesse nicht, weil er Theologe oder etwas Theologenaehnliches ist. Leser dieses Blogs kenne meine Allergie gegen Theologisches sehr gut. Wenn Goethe und Nietzsche ueber Theologie schreiben, verstehe ich sie sehr gut.

Alles, was ich mit Sicherheit ueber die Sache weiss, ist, dass ich Siddhartha ca 30 Seiten Lang mochte and dann stets weniger, und dass ich jetzt gar keine Lust habe, mehr von Hesse zu lesen, und dass ich es lieber mit Aristoteles Πολιτικά versuchen mag, und mit einigen anderen vorchristlichen griechischen Authoren, die hier in Ausgaben von Teubner und Oxford und Loeb und Anderen rumliegen. Eigentlich wurde mir gestern gar prickelnd nach Aristoteles, lange bevor ich Siddhartha zu Ende gelesen hatte. (Wustest Du eigentlich, wie schwach die Handschiften-Ueberlieferung von Aristoteles' Politik ist? Um 1930 schrieb H Rackham: "The oldest evidence for the text is a translation in barbarous Latin by a Dominican monk of the thirteenth century, William of Moerbeke in Flanders [...] The five best extant Greek copies are of the fifteenth century [...]" Seitdem haben Funden von Papyri dies aufgebessert, aber nicht um vieles.)


Friday, April 1, 2016

Noch Nicht Aufgegeben

Vor einigen Tagen berichtete ich daruber, wie ich noch einen Anluaf auf Das Galsperlenspeiel mache. Das ist seitdem kaum von Statten gegengen. Dann las ich auf der Rueckenseite des Bandes (Fischer Buecherei 842, Ausgabe von 1967, keine Angabe von wievielen Tausenden fur dieser Auflage von dieser Aufgabe, also vielleicht noch in 1967 gedrueckt. Umschlagentwurf: Kurt Wirth.


), "In diesem Alterswerk sind dem Dichter alle frueheren Stadien seines Lebensweges durchsichtig geworden [usw usf]." -- Ernst Robert Curtius

Ich las das einigemal, als mir die Lektuere des eigenltichen Romans nicht von Statten gehen wollte.

Endlich fiel mir ein: naja, waere vielleicht vernuenftiger, mit einem dieser frueheren Stadien anzufangen. Und Siddhartha ist nicht einmal 130 Seiten lang. Also warum nicht: erst Siddhartha lesen, dann es wieder einmal mit dem Glasperlenspiel versuchen. Religion oder Religionaehnliches hier wie dort. Schon eine ganze Seite von Siddhartha, und es hat mir gar nicht wuetend gemacht wie Das Glasperlenspiel. Zwei Seiten jetzt, Siddhartha hat begonnen, Unzufriedenheit in sich zu naehren aber Hesse naehrt noch keine in dem Leser, in mir. Nichts von dem Widerwillen, der mir jedesmal hochkommt beim Versuch, Das Glasperlenspiel (von Steppenworf ganz und gar zu schweigen!) zu lesen. Im gegenteil, diese ersten zwei Seiten sind sehr fein.

Zwei Seiten teif in einem Buch von Hesse, und soweit, so gut. Kein wuetige Widerwille. Ein neues Erlebnis fuer mich.